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Dr.
Hans Eberle, 56 Jahre, Homöopath, Musiker: "Ich habe
in Freiburg und München zuerst Zahnmedizin, dann Medizin
studiert. Seit 1979 bin ich in eigener Praxis tätig. Seit
25 Jahren mache ich intensiv klassische Homöopathie, bis
vor 15 Jahren in der Kassenpraxis, seitdem mit großer Zufriedenheit
in der Privatpraxis in Rosenheim und jetzt in Bad Endorf. Gelernt
habe ich sehr gerne und viel bei Prof. Mathias Dorcsi, Jürgen
Becker, Alf Geukens, Rajan Sankaran. Intensive Anregungen gab
Jeremy Sherr. Das Meiste habe ich gelernt mit und von meinem Freund
Friedrich Ritzer in 2 Jahren permanenter, gemeinsamer Patientenbehandlung
und Fallaufarbeitung und in den 15 Jahren gemeinsamer Homöopathieforschung.
Seit 11 Jahren prüfen und anschließend erforschen wir
eine begrenzte Zahl neuer Arzneien aus Neugier und weil sie sich
uns förmlich aufgedrängt haben. Dabei erweitert sich
mein Erkennen meiner selbst, meiner Patienten und der gesellschaftlichen
Wirklichkeit wofür ich sehr dankbar bin. Die wiederholte
klinische Bestätigung und die Erweiterung des Wissens um
das gesamte Arzneimittelbild durch die Wirksamkeit der jeweiligen
Arznei in der Praxis stehen im Zentrum unserer Arbeit.
Bewußte Pausen in der Patientenbehandlung zu machen und
nachzudenken was wir tun oder auch nur aufzuarbeiten, zu versuchen
zu verstehen was wir getan haben, hat sich sehr bewährt und
ist fester Bestandteil meines Lebens.
Ein weiteres Standbein ist für mich die Musik. Ich spiele
Gitarre seit dem 13. Lebensjahr, Kontrabaß seit 40 Jahren,
Cello seit 6 Jahren in verschiedenen Formationen, lange Zeit improvisierte
Musik, jetzt ausschließlich selbstkomponierte Stücke.
Wobei ich gerade erlebe, daß das Strukturieren, Verfeinern
und Reproduzierbarmachen der Musikstücke, wie im Umgang mit
der begrenzten Anzahl neuer Arzneien, sehr interessant ist. Sie
birgt in sich die wiederholte Erfahrung, daß man, immer
in Anerkennung der eigenen Beschränkungen, die Dinge noch
wesentlich genauer verstehen kann und besser anwendbar machen
kann. Die Arbeit an der Homöopathieforschung hilft mir dabei,
daß ich meine berufliche Tätigkeit nicht nur als Anwendung
von wohlbekannten Werkzeugen erlebe, sondern als spannende Erkundung
der immer ganz speziellen Verstimmung der Lebenskraft bei jedem
Patienten in seiner aktuellen, modernen Lebenssituation."
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